Carina Derungs


Aufgrund meiner eigenen persönlichen Geschichte setze ich mich schon seit längerer Zeit mit dem Thema Körper, Geist und Seele auseinander. Ich wusste intuitiv bereits früh, meinem körperlichen Erleben Aufmerksamkeit zu schenken, ist wichtig. Durch das Tanzen, ob meditativ und sanft oder wild und kraftvoll, gelang es mir am besten in eine gewisse Harmonie zu kommen. Es brachte mich weg vom Gedankenkreisen und meinen Ängsten. Auch der Leistungsdruck und meine Zweifel konnten dadurch in den Hintergrund treten. Ich konnte meinen Körper besser spüren und einfacher an echte Gefühle kommen. Durch meine eigene Lehrtherapie und der Ausbildung zur Tanztherapeutin wurde mir einiges dazu bewusster. Ich lerne immer wieder aufs Neue meine Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen besser wahrzunehmen und anzunehmen wie sie gerade sind. Sich dieser Verbindung bewusst zu sein, macht für mich den Menschen als Ganzes aus.

Gerne möchte ich auch andere Menschen auf dem Weg sich selbst näher zu kommen unterstützen und sie mit meiner Arbeit in diesem heilenden Prozess begleiten. Aus diesem Grund ist mit Denise zusammen unser Projekt "Durch Bewegung in Begegnung" entstanden.


Erfahrung
In meiner Arbeit als Medizinische Praxisassistentin kann ich seit vielen Jahren Erfahrungen mit Menschen und ihren körperlichen und psychischen Leiden sammeln. Zur Zeit arbeite ich zu 50% in einer Lungenarztpraxis.
Während der Ausbildung zur Tanztherapeutin habe ich Kreativtanz geleitet und mein erstes Praktikum in der Psychiatrischen Klinik in Littenheid absolviert. Das zweite Praktikum fand im Altersheim Boden statt, wo ich jetzt eine 10%-ige Festanstellung als Tanz- und Bewegungstherapeutin habe. Es macht mir Freude den alten Menschen zu begegnen, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und mit ihnen in Bewegung zu kommen.
Regelmässig bin ich unterstützend in Supervisionen und Lehrtherapien (Tanztherapie, Dramatherapie) um mich stetig weiterzuentwickeln. 
Seminarbesuche in Entspannung und Meditation, erfahrbarem Atem und Chakrabalance sind für mich weitere Hilfsmittel, die ich in meine Arbeit einfliessen lasse. 
In meiner Freizeit liebe ich es zu tanzen, mache Yoga, meditiere und bin gerne in der Natur.


Selbsterfahrung in der Tanztherapie

Ein Gedicht

"Der Nacken steif, die Schultern verkrampft und wo bloss ist die Atmung geblieben?
 Öffne dich mein Brustbereich und werde weit,
das Kreuz und die Wirbelsäule werden es lieben.
Mein Körper sehnt sich nach Lebendigkeit,
was steht im Weg, etwa Eitelkeit?
Schütteln, Schwingen, Ausdehnen und Zusammenziehen,
all dies will meinem Innenleben dienen.
Die Anspannung lässt nach und Trauer entsteht,
Wut transformiert sich, die Kraft, sie lebt!
Verstecke dich nicht mehr geliebter Körper,

weder hinter Mauern, noch hinter Wörter.
Alles darf da sein, denn das bin ich, 
Körper, Geist und Seele... sie verbinden sich."

Denise Hersche


Wie die Tanztherapie mein Leben veränderte 

Schon als Kind war ich gerne in Bewegung. Nachdem ich die Schweizermeisterschaft im Kunstturnen gewann, wurde der Tanz zu meiner grossen Leidenschaft. Es folgte die Ausbildung zur Jazztanzpädagogin und die die 3-jährige Bühnentanzausbildung. Meine Freude am Tanz wollte ich weitergeben und ich wurde Bewegungspädagogin. Ich bildete mich ständig weiter und das Unterrichten von Kindern, Erwachsenen und Senioren in verschiedenen Angeboten wie Jazztanz, Kreativtanz, Yoga, Aqua Fit und Ballet, bereitet mir bis heute grosse Freude.
Vor einigen Jahren fiel mir auf, dass ich auf der Suche war. Auf der Suche nach mir selbst. Diese Krise zeigte sich durch die Beziehung zu anderen Menschen und zu mir selbst. Ich war unglücklich, suchte die Liebe im Aussen, fühlte mich nicht akzeptiert und ein kindliches Verhaltensmuster wie Wut, kämpfen, rebellieren kam immer wieder zum Vorschein. So begann ich die Ausbildung zur Tanztherapeutin und meine unbewussten Anteile kamen an die Oberfläche. Ich lernte, dass ich so sein durfte wie ich bin, ich lernte meine Werte aber auch Ängste kennen und konnte durch diese neue Art von Tanz alles akzeptieren und loslassen.
Es war ungewohnt für mich, nicht perfekt sein zu müssen, einfach den körperlichen Impulsen zu folgen, aber zugleich war es ein unglaublich befreiender und heilender Prozess.

Die Tanztherapie hat mir gezeigt, dass wir alle bereits "perfekt" sind, wir diese einfache Tatsache aber manchmal vergessen. Aber wir haben jederzeit die Möglichkeit uns zu verändern, zu wachsen. Wir können lernen in Frieden mit uns selbst zu sein, innere Ruhe und Gelassenheit zu erlangen.